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"Captive": Isabelle Huppert im Interview


"Captive": Isabelle Huppert im Interview

Mitglieder einer islamistischen Terrorgruppe kidnappen auf einer philippinischen Ferieninsel eine Gruppe von Ausländern und Filipinos, Touristen und Mitarbeiter von Hilfsorganisationen. Monatelang sind sie in der Gewalt der Entführer, von denen einige noch sehr jung sind. Gefangen in einem geschlossenen Universum, umgeben von der feindlichen Natur des Urwalds.

Captive gründet auf realen Ereignissen – der Geiselnahme einer Gruppe von Zivilpersonen durch die islamistische Rebellengruppe Abu Sayyaf – es ist der achte Film von Brillante Medonza und zweifelsohne auch sein ausführlichster. Obwohl auch ihm diese Nervosität, die Natürlichkeit und die Kunst des Unerwarteten zu eigen ist, die die Arbeit des philippinischen Regisseurs auszeichnet. Dieser wirft seine Figuren im wahrsten Sinne des Wortes in die Hölle, ohne Vorwarnung, ohne Aufschub.

Die Lebenskraft, die dieser Film ausstrahlt, entsteht auch durch seine Präsenz der Gefahr. Jeden Moment füllt Mendoza mit einer Art von Bedrohung, der die Geiseln ständig ausgesetzt sind. Bedrohungen durch die Menschen – die Entführer, Bedrohungen durch die Natur – dem Urwald, Bedrohungen durch die Zeit – die Verzweiflung der Geiseln, die sich nach und nach sterben sehen, wie in einem grausamen Spiel. Eingekreist, bedrängt, der Willkür ausgesetzt, sind die Geiseln in einer abgeschlossenen Welt und in sich selbst gefangen und müssen lernen mit ganz ambivalenten Innenwelten zurecht zu kommen.


Erstausstrahlungstermin: Di, 14. Feb 2012, 20:50

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