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"The Future" von Miranda July


"The Future" von Miranda July

Was wird aus unseren Träumen? Was ist der Sinn des Lebens, wenn wir Ende 30 sind, lieben, geliebt werden, das Leben aber trotzdem langweilig ist? Wie soll unsere Zukunft aussehen, wenn Kindheit und Jugend endgültig vorbei sind? Mit ein paar Blicken, Tanzschritten und eigenartig manipulierten Objekten zeigt Miranda July uns, wie wir, wenn wir es wollen, unserem Leben noch mal eine Wendung geben können.

Im Jahr 2005, damals war sie noch ein Geheimtipp der US-Kunstszene, machte Miranda July ihren ersten Spielfilm „Ich und du und alle, die wir kennen“. Eine Geschichte über einfache, nette Menschen in Los Angeles, auf der Suche nach der Liebe. Sechs Jahre später zeigt Miranda July (die auch das Drehbuch geschrieben hat) in „The Future“ zwei Menschen, die sich zwar gefunden haben, aber nur schwer zusammen kommen. Sie heißen Sophie und Jason, sind 38 Jahre alt, haben zwei Computer und keine Kinder. Als sie merken, wie schnell die Jahre vorbei gehen und sie wohl endlich erwachsen werden müssen, beschließen sie, in einem kurzen Augenblick der Panik, endlich das zu tun, was sie schon immer tun wollten. Sie kündigen beide ihren Job, Sophie macht endlich ihre ersehnte Choreographie, Jason will sich vom Zufall und Zufallsbegegnungen treiben lassen.

„The future“ ist ein Film, der sich durch viele kleine Details auszeichnet. Zahlreiche kleine Elemente fügen sich zusammen zur Beziehung zweier Menschen. Eine Beziehung, wie sich bald herausstellt, zwischen zwei gelangweilten, einsamen Menschen. Bis jetzt zumindest. Bald wird klar: sie können nur zusammen bleiben, wenn jeder sich ändert. Miranda July zeigt ein Paar, das eigentlich nur durch „das Kind in ihnen“ zusammenhält.

Kinder, die sobald sie sich unbeobachtet fühlen, kleine verrückte Dinge tun, wie wir sie alle kennen. Einfach drauflos tanzen, zum Beispiel ... Neben diesen kleinen Dingen, die das Leben ausmachen, spielt Miranda July mit der Gleichzeitigkeit der Ereignisse, ein Schlüsselelement ihres Films. Da ihnen keine Zeit mehr bleibt, stürzen sich beide Hauptfiguren des Films gleichzeitig ins Ungewisse. Um sie herum, platziert July allerlei Absurditäten, bis hin zur sprechenden Katze. So schafft sie ihren Figuren eine neue Welt mit einer vielversprechenden Zukunft.

Vier Wörter für Miranda

Miranda July wehrt sich gegen abstrakte Ideen, Gefühle, Gedanken. Sie möchte diese in ihrem Film „The future“ ganz konkret darstellen. Abstraktes muss ihrer Meinung nach greifbar werden. Das erklärt sie uns am Beispiel von vier Wörtern. (Ein bericht von Virginie Apiou)


Erstausstrahlungstermin: Di, 15. Feb 2011, 19:30

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