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"Walk away Renée" von Jonathan Caouette

2004 hat Jonathan Caouette mit „Tarnataion“, seiner mit einer Super-8-Kamera gefilmten Dokumentation in Cannes Aufsehen erregt. Er zeigte darin die Geschichte seiner Kindheit und vor allem die Geschichte der Beziehung zwischen ihm und seiner Mutter Renée, die an Schizophrenie litt und mit Elektroschocks behandelt wurde, seit sie 12 war.

Der Film war für ihn ein Akt der Befreiung, ein Weg zur eigenen Identität.
Das sei das letzte Mal gewesen, dass er sein Leben auf die Leinwand bringe, hat Jonathan Caouette danach gesagt. Aber jetzt, 7 Jahre später sind sie wieder da, Jonathan und Renée, diesmal bei einem Umzug von Houston nach New York. Renée ist mittlerweile 58 Jahre alt und ihr Zustand hat sich verschlechtert. Jonathan will sie nach New York mitnehmen, damit sie in einer geeigneten Einrichtung in seiner Nähe leben kann. Außerdem hofft er, dort Ärzte zu finden, die noch mehr für sie tun können...
„Walk away Renée“, eine Art road movie zwischen Liebe und Angst, zeigt, dass der Regisseur mittlerweile zur Ruhe gekommen ist. Es geht noch immer um die Beziehung zwischen Mutter und Sohn, aber nun steht nicht mehr das Leiden des Kindes, sondern das der Mutter im Vordergrund.

"Walk away Renée"

Ein Film von Jonathan Caouette

(2011, USA/Frankreich)

Semaine de la critique


Erstausstrahlungstermin: Mo, 16. Mai 2011, 17:00

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