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Frankreich: Verbot der Homo-Ehe rechtens


Frankreich: Verbot der Homo-Ehe rechtens

Das Verbot der Homo-Ehe in Frankreich ist rechtmäßig. "Nach französischem Gesetz ist die Ehe eine Vereinigung von Mann und Frau", so der Verfassungsrat am Donnerstag.

Ein lesbisches Paar hatte sich im November 2010 an die obersten Verfassungshüter gewandt. Die Frauen leben seit 14 Jahren zusammen und haben vier Kinder. Sie hatten geklagt, weil sie vor allem Fragen des Sorgerechts klären wollen, falls ein Partner stirbt. In ihrem Urteil betonten die Richter, das Recht auf eine normale Lebensführung bedeute nicht, dass gleichgeschlechtliche Partner heiraten dürften. Sie könnten ja auch in einer eingetragenen Partnerschaft leben. Über eine eventuelle Gesetzesänderung müssen nun die Politik diskutieren, so die Richter.

Die Anwältin des Homosexuellen Verbandes Caroline Mécary krtisierte das Urteil: "Der Verfassungsrat hat eine historische Gelegenheit verpasst, die unerträglich gewordene Diskriminierung von mehr als drei Millionen Schwulen und Lesben in Frankreich zu beenden". 58 % der Franzosen sprechen sich laut einer Umfrage für die Homo-Ehe aus. In Europa ist die gleichgeschlechtliche Ehe in den Niederlanden, Belgien, Spanien, Norwegen, Schweden, Portugal und Island erlaubt. In Deutschland können Homosexuelle zwar nicht heiraten, aber sie können seit 2001 eine eingetragene Lebenspartnerschaft eingehen - und werden damit als Familienangehörige anerkannt.

In Frankreich sind sich die Homosexuellen selbst zwar einig, dass sie gleiche Rechte haben sollten wie Heterosexuelle. Darüber, wie eine solche Ehe genau aussehen sollte, gehen die Meinungen allerdings auseinander. Lorraine Rossignol und Wissam Charraf haben zwei Paare getroffen.


Erstausstrahlungstermin: Fr, 28. Jan 2011, 12:45

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