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Kuba: Das tägliche Überleben


Kuba: Das tägliche Überleben

Die von Fidel Castro eingeführte "libretta" sollte allen Kubanern das Existenzminimum sichern. Einst Emblem der Revolution ist sie heute ein Symbol der Mangelwirtschaft. Die Grundnahrungsmittel sind zwar immer noch fast geschenkt, aber nur in streng rationierten Mengen. Gemüse, Fleisch, Eier und Fisch gibt es nur selten. Bei einem Durchschnittsgehalt von 300 Pesos, etwa 15 Euro im Monat, bleibt die "libretta" aber für viele eine überlebenswichtig.

Miete zahlt in Kuba niemand. Aber die Qualitätsunterschiede der Wohnungen sind enorm. Neben den schönen Vierteln von Havanna gibt es die Vorstädte für den Durchschnittskubaner. Und eine Stufe darunter, die Favelas für die Arbeitslosen.

Die große Hoffnung Kubas ist seine Jugend. Doch auch hier kriselt es: Viele junge Kubaner träumen davon, in die USA oder nach Europa zu gehen. Zu schwer wiegen der Mangel und die Beschränkungen der Freiheit. Das sozialistische Paradies bleibt ein Wunschtraum, auch in Kuba. In vielen Bereichen ist die Insel zwar weiter als manche südamerikanischen oder asiatischen Länder. Insgesamt aber hinkt Kuba der entwickelten Welt nach, wirtschaftlich und sozial.


Erstausstrahlungstermin: Di, 13. Jul 2010, 19:00

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