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Rebel Yell - Feminismus & Gender

Die aktuellen Statistiken über sexueller Gewaltverbrechen sprechen eine klare enttäuschende Sprache. Eine wirkliche Gleichberechtigung von Frau und Mann liegt wohl doch noch in weiter Ferne. "Wenn Frauen sich nicht wie Schlampen anziehen würden, könnten sie eine Vergewaltigung vermeiden." Der Polizist, der diese Worte sprach, ahnte nicht, welche Protestwelle er in Gang setzen würde. "Slutwalk" – vom kanadischen Toronto schwappte diese Bewegung innerhalb kürzester Zeit über alle Kontinente. Frauen wie Männer – sie gingen zu Tausenden auf die Straße: für sexuelle Selbstbestimmung, gegen Vergewaltigungsmythen, gegen den Schutz der Täter. Ihre Botschaft: jeder kann vergewaltigt werden, egal ob männlich oder weiblich, egal ob in Hotpants oder Burka. Mit Erotik hat dieses Verbrechen nichts zu tun. Wann kommt das Ende des Sexismus und des Victimblamings? "Leute, die erzählen, der Feminismus hätte schon alles erreicht, ich weiß nicht, in welcher Blase die leben." Die Organisatorin des Slutwalks Anne Wizoreck spricht aus, was viele ihrer Mitstreiterinnen denken. Auch eine Kanzlerin, so die Meinung der Rapperin Sookee, hat bisher nicht viel daran ändern können: "Und es gibt halt trotzdem 23% Lohnunterschied und die Quoten sind in den Führungsebenen eher so eine Freiwilligkeitsquote."

"Rebel Yell", 11. & 18. August 2012 auf ARTE


Erstausstrahlungstermin: Sa, 11. Aug 2012, 22:30

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