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Ruanda: Strom aus dem Killersee


Ruanda: Strom aus dem Killersee

Sanft gleiten die Fischerboote über den Kiwu-See. Doch es ist eine Fahrt auf einer tickenden Zeitbombe. In 300 Meter Tiefe des Sees lauern hunderte Kubikkilometer Gas. Die Anwohner des Sees fürchten eine Explosion, wie in den 80er Jahren in Kamerun. 2000 Menschen starben, als das Gas aus dem Nyos-See trat.

Der Ingenieur Alexis Kabuto hat sich das Gas zunutze gemacht. Er zapft giftiges Methangas von einer Plattform auf dem See ab. Schon seit Jahrzehnten träumen die Ruander davon, das Gas aus den Tiefen des Kiwu-Sees zu holen und es zu Strom zu machen.

Präsident Paul Kagame wollte wissen, ob es funktionieren kann. Er finanzierte das Projekt, bis er von Kabuto eine klare Antwort erhielt. Die Investition hat sich gelohnt: Heute wird schon die Uferstadt Gisenyi mit Strom aus dem toxischen Gas versorgt. In Zukunft soll es die Energieprobleme in ganz Ruanda und dem benachbarten Kongo lösen...


Erstausstrahlungstermin: Mo, 23. Mai 2011, 15:07

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