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Russland stemmt sich gegen Drogenflut


Russland stemmt sich gegen Drogenflut

Russland sieht seine nationale Sicherheit bedroht – und zwar durch die Drogensucht. Sie hat nach russischen Angaben katastrophale Ausmaße angenommen – ein jüngst veröffentlichter Bericht spricht von 2,5 Millionen Rauschgiftabhängigen und 30.000 Toten pro Jahr.

Der Grund für die dramatische Lage sei vor allem, dass der Drogenanbau in Afghanistan nicht ausreichend bekämpft werde. Aus dem Land am Hindukusch stammt 93 Prozent des weltweit hergestellten Opiums, der Grundstoff für Heroin – pro Jahr sind es 6900 Tonnen. Mittlerweile ist Russland sogar zum weltweit größten Markt für Heroin geworden – nach UN-Angaben konsumiert das Land 21 Prozent des weltweit produzierten Heroins. Daher hat die russische Regierung den Drogen den Kampf angesagt – und sieht eine Möglichkeit darin, seine Strategie mit dem Westen abzustimmen, speziell mit der NATO. Die westlichen Truppen sollen den Drogenanbau in Afghanistan stärker unterbinden – nicht nur im russischen, sondern auch im eigenen Interesse. Denn mit den Geldströmen aus dem Drogenhandel wird auch Terrorismus finanziert. Wie Russland gegen den Rauschgift-Handel vorgeht und auf welche Probleme es stößt, dazu unsere Reportage von Christoph Wanner.


Erstausstrahlungstermin: Fr, 2. Jul 2010, 12:45

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