ARTE-Sendungen 7 Tage lang online sehen

Tracks Minute vom 27. Oktober 2012

(1): Special Guests: Pet Shop Boys
Sie sind das erfolgreichste Pop-Duo Großbritanniens, einer der meistverkauften Musik-Acts der Welt und führen mal eben durch die Sendung: Die Pet Shop Boys! Gerade veröffentlichten sie mit „Elysium“ ihr elftes Studioalbum. „Tracks“ hat sie dazu befragt …

(2): Queer Rap
In Zeiten, in denen es immer noch einfacher ist, in der US-Army schwul zu sein als im Hip-Hop, wagt eine Gruppe junger schwuler Rapper aus New York das musikalische Outing in der Hetero-Bastion: Nicht erst seit dem Medienrummel um Frank Ocean sprengen Künstler wie Zebra Katz und Mykki Blanco mit derben Lyrics und homolaszivem Auftreten aktuell jedes Macho- und Bling-Bling-Klischee. „Tracks“ spricht mit den Jungs über homophobe Sprüche, bessere Beats und (straight) male bitches.

(3): Arcadia Spectacular!
Das englische Kunstkollektiv Arcadia baut aus altem Militärschrott 360-Grad-Bühneninstallationen, die aussehen, als hätte sich Mad Max im Krieg der Welten verirrt. Damit ziehen sie jedes Jahr über UK-Festivals wie das Glastonbury und das Boomtown und bringen tausende Feierwillige mit einer Mischung aus Wanderzirkus und Rave zum ausrasten. „Tracks“ hat die beiden Gründer Pip Rush und Bert Cole im Arcadia-Hauptquartier in der Nähe von Bristol besucht und sich erklären lassen, wie man aus alten Kampfjettriebwerken und Röntgenapparaten festivaltaugliche DJ-Pulte zusammenschweißt.

(4): Ein Festival in Afghanistan
Diesen Herbst findet in Kabul, versteckt hinter den hohen Mauern des Französischen Kulturinstituts, das größte alternative Musik-Event Afghanistans statt: Das Sound Central Festival. Drei Tage lang beweisen mehr als 20 nationale und internationale Bands, dass Kultur sich nicht von Unruhen und Protesten zurückdrängen lässt. „Tracks“ trifft Singer-Songwriter, Doom-Metaller, Graffiti-Sprayer und weibliche Rapper in einem Land, in dem bis vor kurzem noch jede weltliche Musik verboten war.

(5): Strike A Pose – Voguing 2012
„Come On. Vogue!“ – forderte Madonna Anfang der 90er und bediente sich einer Tanzform, die 30 Jahre vorher im schwulen New Yorker Underground entstanden war: Voguing! Drag-Performer verschiedener Häuser wie dem House of Chanel, dem House of Escada oder dem House of Xtravaganza traten auf opulenten Bällen gegeneinander an, um in Kategorien wie „Butch Queen“, „Virgin“ oder „Sex Siren“ vor einer Jury zu posen bis die Wimperntusche läuft. – Jetzt lassen ein Musical-Film, ein Bildband und Partys in London und Berlin diesen Ultra-Glam wieder auferstehen.

(6): Doku: „Riot From Wrong“
Ein Jahr nach den Riots in England sind die Brandspuren beseitigt, der Grundkonflikt ungelöst und die britische Regierung einigermaßen ratlos: In offiziellen Berichten werden die Eltern der randalierenden Kids und die fehlende charakterliche Reife aller Beteiligten für die Ausschreitungen verantwortlich gemacht. Eine wirkliche Aufarbeitung steht nach wie vor aus. Jetzt wirft die Dokumentation „Riot From Wrong“ einen neuen Blick auf die Ereignisse. Zum ersten Mal kommen die Jugendlichen selbst zu Wort, sprechen Beteiligte über ihre Wut, Reaktionen der Polizei und die Ursachen für die Unruhen in London, Birmingham, Manchester und Liverpool.

(7): Rausch-Künstler Jeremy Shaw
Es ist die Suche nach der bestmöglichen Darstellung von Rausch und Extase, die das künstlerische Schaffen von Jeremy Shaw bestimmt. Dafür experimentiert der 35jährige Exil-Kanadier seit Teeniezeiten mit Drogen, Musik, Religion und Körpererfahrungen im Floating-Tank. Er verabreicht die Droge DMT an ein paar seiner Freunde, nimmt Straight Edge Hardcore-Fans bei einem Konzert auf und fotografiert die “Aura“ von halluzinogenen Pilzen in seinem Berliner Atelier. „Tracks“sagt: Don't try this at home!

(8): iamamiwhoami - live
Das schwedische Kunstprojekt iamamiwhoami ist vielleicht nicht die erste Band, die es inkognito zum Hype gebracht hat, aber mit Sicherheit die geheimnisvollste! Seit 2009 veröffentlichen sie ebenso bildgewaltige wie mysteriöse Clips im Internet, in denen eine ominöse blonde Frau die Hauptrolle spielt. Fangemeinde und Journalisten rätselten über Monate, wer hinter dem Projekt steckt – bis Sängerin Jonna Lee vor kurzem ihre Identität lüftete. „Tracks“ bekam die geheimnisvolle Dame als erstes TV-Team überhaupt vor die Kamera und zeigt iamamiwhoami live beim Berlin Festival 2012!


Erstausstrahlungstermin: Sa, 27. Okt 2012, 23:05

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