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Walter Moers in Oberhausen


Walter Moers in Oberhausen

Die Nasen, die er zeichnet sind lang gezogen, verdammt lang gezogen: Keine Knolle, eher Banane! Der Schädel, der dann folgt und den dieser Mordsriechkolben ziert, ist erbsengroß und trägt – kurz geschoren - einen Stoppelschnitt. Darunter: Pöbelbereit, stets ein freches Lästermaul. Frech, enthemmt und schonungslos, wie der Zeichner selbst: Walter Moers.

Bilderstürmer, Geschichtenerfinder und Comicprovokateur der 1990er Jahre in einer Person: Das Kleine Arschloch, Käpt’n Blaubär, Adolf - die Nazisau... alle stammen aus seiner Feder und mit seinem Romanzyklus über die wundersame Phantasiewelt „Zamonien“ hat Walter Moers sich dann Anfang des neuen Jahrtausends nicht nur abermals als wandelbarer Zeichner, sondern auch als Schriftsteller bewiesen.

Über den Zeichner selbst weiß man allerdings nichts. Geboren: Ja! Vielleicht in Mönchengladbach. Interviews: Vereinzelte. Fotos: Zwei, aus früher Vorzeit: 1994 – im Internet – wenn er es ist?! Doch für ihn spricht sein Werk und das ist jetzt in Form von Zeichnungen, Puppen, Filmen und „Arschloch in Öl“ in der LUDWIGSGALERIE Schloss Oberhausen ausgestellt. Sven Waskönig war vor Ort und hat dort – Wunder, Oh Wunder! – einen anderen Comicnasenzeichner getroffen: Ralf König.


Erstausstrahlungstermin: Mi, 28. Sep 2011, 12:45

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