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Web-Bonus: Oliver Rihs über Berlin

Wie verkaufen sich sperrige Gedankengänge heutzutage am besten? Wie immer: mit Sex. Dachte sich auch der Schweizer Regisseur Oliver Rihs und hat einen philosophischen Porno gedreht. Schließlich interessiert er sich seit seiner Pubertät für Philosophie und Porno. Und so wird in seinem Film "Hasenhimmel" nicht nur fleißig zitiert ...
Schräg perückte, leichtbekleidete Sexsternchen ficken und philosophieren sich durch einen Film. Und zwar mit Inspiration durch keinen geringeren als den französischen Philosophen Jean Baudrillard. Der hat mal gesagt: "Wenn die Wahrheit da ist, wo nichts mehr verborgen bleibt, dann ist die Pornographie wohl wahrer als die Wahrheit!" Folglich erschien dem Schweizer Filmemacher Oliver Rhis der Porno als das richtige Genre um die Wahrheit über das Leben nach dem Tod herauszufinden. Und die Moral der Geschichte: Denken allein bringt niemanden weiter. Wer hätte das gedacht?
Auch sonst beschäftigt sich Oliver Rhis mit den Irrungen und Wirrungen des Gefühls- und Geschlechtslebens, zumeist das der Menschen seiner Wahlheimat Berlin. Heraus kommen skurril komische Episodenfilme wie "Schwarze Schafe" über das krude Leben der Großstädter oder Filme über die Schwierigkeit des Partnerfindens wie in "Dating Lancelo"'. Sex ist darin natürlich auch ein Thema. Zum Beispiel: das krasseste Rollenspiel, von dem man je gehört hat: sich als Lämmchen vom Metzgergesellen mit Fleischermesser durch die Wohnung jagen lassen. "Tracks" hat alle Angst vor Fleischermessern abgelegt und den provokanten Regisseur in Berlin getroffen.

>> Webbonus: Interview mit Oliver Rihs über Berlin


Erstausstrahlungstermin: Mi, 11. Apr 2012, 15:42

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